Über das Stück:

Biljana Srbljanovic ist eine der meistgefeierten serbischen Dramatikerinnen. Sie erhielt neben anderen Kultur-Preisen 1999 den Ernst-Toller-Preis für ihr Werk. In ihrem Stück "Heuschrecken" skizziert sie deformierte Menschen nach den Kriegen der neunziger Jahre unter Milosevic. "Einzeln sind sie friedlich, doch kommen sie in Scharen, sind sie vernichtend." Mit dieser Metapher findet Srbljanovic ihre Helden beschrieben. In der neuen Gesellschaft tobt ein gnadenloser Überlebenskampf, jeder ist sich selbst der Nächste. Alle sind alt, insbesondere die Jüngsten. Die Alten, deren Renten in Waffen und Munition geflossen sind, sind die Ärmsten. Ist schlechtes Gewissen ein Hoffnungszeichen?

Das Stück wurde im Rahmen der Abschlussarbeit der theaterpädagogischen Ausbildung bei Spielraum von Lydia Djerdj inszeniert.